Leinen los!

Der Frühling lässt weiter auf sich warten, der Hals braucht immer noch eine wärmende Hülle. Da legt man den „Luxusliner“ von „bunte Wolle“ an.

Das edle Stück wird doppelfädig gearbeitet. Das Grundmaterial ist „Yak+Seide“ von „bunte Wolle“ in Farbe Nr. 8 (LL 466m/100gr). Als zweiter Faden kommt „ITO Sensai“ dazu (60% Mohair, 40% Seide, LL 240m/20gr), einmal in #336 String, dann in #322 Charcoal. Mit dem „Luxusleiner“ kratzt kein Hals mehr – weder innen noch außen!

Reste-Rampe No.1

Neulich führte mich mein Weg in die Tiefen des Wollregals, also an Orte, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat –  und an die man auch nur rankommt, wenn man sich auf einer Leiter und auf Zehenspitzen und mit ausgestrecktem Arm und mit kleinen Hüpfbewegungen richtig lang macht. Dann sieht man zwar immer noch nicht, was man in der Hand hat, kann es aber mit ein bisschen Geduld und Mühe irgendwann rauszupfen. Natürlich fällt es einem dann auf den Kopf, aber das ist egal. Wenn es gut läuft ist es ja nur Wolle. Das glückliche Los, das ich an diesem Tag zog, waren zwei Knäuel „Amitola“ von Louisa Harding (80% Wolle, 20% Seide, 250m auf 50gr.). Beide Knäule waren Farbnummer 115 „Dusk“.

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Gestrickt habe ich nach der Martina Behm Anleitung „Heaven & Space“. Den „natürlichen“ Farbverlauf der Wolle habe ich zwischendrin aufgebrochen und erst die Strecken mit Blauanteil verstrick, dann die restlichen braunen Anteile.

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Um den Hals gewickelt, fällt es aber nicht weiter auf.

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Kurz vor dem Urlaub…

…habe ich schnell noch einen Pulli beendet. Die Anleitung kam auf „Zuruf“ von Bunte Wolle, die mir auch diese tolle Wolle verkauft hat: Baby-Alpaca (100% Alpaca, Farbe 5, LL 400m auf 100gr. und auf keinen Fall mit Weichspüler rumhantieren!). Nadelstärke 2,5 bis 3,5 sind angegeben. Gestrickt habe ich mit 3,5, würde aber beim nächsten Mal mit 3,25 arbeiten.

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Bei der Maschenprobe mit Nadel 3,5 komme ich auf 26 Maschen und 36 Reihen (10cm). Das Bündchen habe ich vorne 5cm hoch gestrickt, hinten 8 cm und zusammengenäht habe ich erst zu Beginn des Grundmusters.

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Den Halsausschnitt habe ich mit einem „I-cord-bind-off“ probiert. Den findet man unter den Tutorials bei Tangeld Yarns.

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Der Pulli ist superfluffig geworden und das Garn ein Traum. Leider geben die Fotos die Schönheit der Färbung nicht lebensecht wieder – es ist eine grau-braune Mischung, die teilweise bläulich schimmert. Wie immer, gibt es bei der Färbung nix zu meckern. Für einen Schal oder ein Tuch sollte man die Qualität allein verwenden, auch zweifädig. Für einen Pulli kann man auch gern ein etwas festeres Garn mitführen.

Bunte Wolle

Bei meinem letzten Besuch südlich der Elbe ist mir dieses Exemplar handgefärbter Wolle zugelaufen.

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Die Färbung fand ich ungewöhnlich und ist mir in dieser Kombi (Hellblau, Rosa, Quietschgrün, Dunkelrot und Rost) noch nicht vorgekommen. Die extravagante Farbmischung wollte ich pur sehen, ohne Ablenkung durch ein komplexes Muster. Daher habe ich mich für die Schlicht&Einfach-Variante entschieden.

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Verstrickt habe ich die Wolle mit CUBICS in Nadelstärke 3. Es ist ein klassisches 4-fach Sockengarn, 420m/100gr., 75% Schurwolle, 25% Polyamid, waschbar in der Maschine bei 40°C. Nadelstärkenempfehlung wäre 2-3,5.

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Bei den Garnen von BUNTE WOLLE überzeugt mich immer wieder die sorgfältige Färbung – keine weißen Flecken oder Farbabweichungen durch luschiges Abbinden – und die schöne Ringelung.

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Für Sigi

Als Geburtstagsgeschenk habe ich CAMBRIDGE verstrickt – eine TAUSENDSCHÖN Baumwollmischung für den Sommer (44% Schurwolle, 42% Baumwolle, 14% Polyamid) über die ich schön berichtet habe, als Sie noch eine unaufgewickelte Neuanschaffung war. Das Modell ist wieder einmal „Ideal Standard“.

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Der melierte Farbeindruck ergibt sich durch den Baumwollfaden, der ungefärbt bleibt und um den Schurwollfaden gesponnen ist. Farblich finde den Effekt sehr schön. Bei der Verarbeitung und auch später beim alltäglichen Handling ist der umsponnene Baumwollfaden eher problematisch, da leicht Ziehfäden entstehen, die den tollen Gesamteindruck trüben.

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Wie bei jedem Garn mit nennenswertem Baumwollanteil ist auch hier die Festigkeit der Socke deutlich größer, die Dehnbarkeit eher begrenzt.

CAMBRIDGE ist eine Größe 40 geworden und führt jetzt bei Sigi ein Leben als Yogasocke.

Zwei kleine Italiener…

…gestrickt nach einer Anleitung aus dem Heft „In 80 Socken um die Welt“, einem VERENA Spezial. Das Material heißt Hannelore Eder. Eine Halbstarke aus der „Tausendschön“-Manufaktur.

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75% Schurwolle Superwash, 25% Polyamid, 420m auf 100gr. Empfohlen ist Nadelstärke 2,5mm, gestrickt habe ich aber mit Nadelstärke 3. Halbstarker2

Halbstarker7Das Material ließ sich gut stricken und die Färbung war auch okay. Besonders die Ringelung der Fußsohle gefällt mir gut. Das Paar ist eine Größe 40 geworden.

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Bei meiner Version schlagen die beiden „Bündchenreihen“ immer um und ich frage mich jetzt, ob ich das mit einer kleineren Nadelstärke für diese beiden Reihen hätte vermeiden können? Oder liegt das am Pfauenschweifmuster und es ist eine typische „Nebenwirkung“ bei diesem Muster? Über eure Erfahrungen würde ich mich freuen.

Der rote Ringeldrache

So nebenbei schnell mal eine „Drachenwolle“ in Größe 40 verstrickt. An dieser Stelle würde ich ja gern auf die Website von Drachenwolle verlinken, aber die Seite ist seit längerer Zeit im Umbau. Hat also keinen Zweck. Aber ab und zu findet man auch mal beim Dealer um die Ecke einen Strang. So ging’s mir. Der Preis war moderat, die Auswahl dafür begrenzt.

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Das Garn ist eine ehrliche 75% Schurwolle/ 25% Polyamid Qualität. 100gr laufen 420m lang. Nadelstärke 2,5 oder 3 wird empfohlen, die angegebene Maschenprobe hat 30Mx 42R auf 10 x 10 cm.

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Die Ringel sind je Socke schön unterschiedlich, die Wolle ist anständig durchgefärbt.

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Die Qualität ist solide, die Farbvarianten (wenn verfügbar) sind bunt, wild und einfallsreich – aber kein Garn, für das ich stundenlang Schlange stehen würde.